Buchschätze des Mittelalters
Internationale Tagung, Buchschätze des Mittelalters. Forschungsrückblicke -Forschungsperspektiven, 24. bis 26. April 2009, Kunsthistorisches Institut der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Hörsaalgebäude (Audimax), Hörsaal A Christian-Albrechts-Platz 2, 24118 Kiel. Die Erforschung mittelalterlicher Buchkunst besitzt am Kunsthistorischen Institut der Kieler Universität seit den Pionierleistungen Arthur Haseloffs (1872-1955) einen besonderen Stellenwert. Ihm zu Ehren wird vom 25. März bis zum 26. Juni 2009 die Ausstellung Arthur Haseloff und die Erforschung der mittelalterlichen Buchmalerei in den Räumen der Kieler Universitätsbibliothek zu besichtigen sein. Zu den Exponaten zählt auch das selten gezeigte ‘Preetzer Evangeliar’, die einzige in Schleswig-Holstein verbliebene Bilderhandschrift des hohen Mittelalters und weitere Handschriften. Der Öffentliche Abendvortrag von Anton von Euw zum Thema Von Geist und Kunst der alten Iren. Book of Kells und Codex Lindisfarnensis am Samstag, dem 25. April 2009, und die Ausstellung in der Universitätsbibliothek sind kostenfrei.
Tagungsprogramm: Freitag, 24.04.2009 - Andreas Fingernagel (Wien), Kontinuität und Erneuerung. Die österreichische Buchmalerei zwischen Romanik und Frühgotik; Christoph Eggenberger (Zürich), Der Rheinauer Psalter (Zentralbibliothek Zürich, Ms. Rh. 167). Fragen an ein Meisterwerk des 13. Jahrhunderts; Beate Braun-Niehr (Berlin), Vor neuen Aufgaben: Magdeburger Buchmalerei im 13. Jahrhundert; Susanne Wittekind (Köln), Verschriftlichung und Verbildlichung des Rechts in spanischen Rechtshandschriften des Hochmittelalters; Robert Gibbs (Glasgow), Codex Vat. Lat. 1388 (Rome, Biblioteca Apostolica Vaticana): a Novel Copy of Gregory IX’s Decretales; Stefanie Westphal (Stuttgart), Lehr- und Studienmaterial für die Bamberger Domschule. Illuminierte Rechtshandschriften des 13. und 14. Jahrhunderts aus den Beständen der Staatsbibliothek Bamberg; Fabrizio Crivello (Turin), Im Schatten von Arthur Haseloff. Adalbert Graf zu Erbach Fürstenau und die Anfänge des Studiums der staufischen Buchmalerei in Italien; Ulrich Kuder (Kiel), Führung durch die Ausstellung “Arthur Haseloff und die Erforschung der mittelalterlichen Buchmalerei” in der Universitätsbibliothek Kiel (Bus 81/82; Abfahrt 18:45 Uhr). Samstag, 25.04.2009 - Ulrike Bauer-Eberhardt (München), Zur Typologie der Evangelienharmonien des Zacharias Chrysopolitanus. Vier italienische illuminierte Handschriften des 12. Jahrhunderts in München (Bayerische Staatsbibliothek); Hans-Walter Stork (Hamburg), Verschollen, wieder zugänglich und erneut verschollen. Zur Bologneser Bilderhandschrift der “Modi orandi Sancti Dominici”; Anette Creutzburg (Florenz), “Lumen supernaturalis” und “locutio divina” in der angevinischen Buchmalerei. Strategien zur Visualisierung von göttlicher Inspiration in den “Revelationes Celestes” der heiligen Birgitta von Schweden; Harald Wolter-von dem Knesebeck (Bonn), Text-Bild-Relationen in hochmittelalterlichen Handschriften der Heiligen Schrift: ein Feld für den Selbstentwurf der Klerikereliten; Rainer Kahsnitz (Berlin), Ungewöhnliche Szenen im Aachener Liuthar-Evangeliar. Das Problem des christologischen Zyklus in der Reichenauer Buchmalerei; Heinrich Dormeier (Kiel), Buchmalerei und historisches Umfeld im Sakramentar Bischof Warmunds von Ivrea (um 1000). Öffentlicher Abendvortag Beginn 19:00 Uhr, Audimax, Hörsaal A Anton von Euw (Köln), Von Geist und Kunst der alten Iren. Book of Kells und Codex Lindisfarnensis. Sonntag, 26.04.2009 - Karl-Georg Pfändtner (München), Das große Puzzle - “cuttings” und illuminierte Handschriften-Fragmente in staatlichen Sammlungen; Erik Petersen (Kopenhagen), Illuminated Manuscripts from Gottorp Castle in the Royal Library, Copenhagen; Regina Becker (Kiel), De bibliothecis lubecensis: Verschriftlichen, Sammeln und Bewahren im mittelalterlichen Lübeck; Resumee, Harald Wolter-von dem Knesebeck.


